Nürnbergs kulturelle und gastronomische Hot Spots befinden sich nicht nur in der Innenstadt, doch sind sie von dort leicht zu Fuß zu erreichen. Beispielsweise ist Nürnbergs bekanntes Spielzeugmuseum (Karlstraße 13) nur wenige Gehminuten entfernt vom Neuen Museum (Klarissenplatz), in dem Beuys oder auch mal Warhol Liebhaber moderner Kunst ansprechen. Für den besonders wissensdurstigen Studierenden bietet es sich an, das „Bildungsdreieck“ mit einem Besuch einer Sonderausstellung im „Germanischen Nationalmuseum“ (Kartäusergasse 1) komplett zu machen.

Ein weiteres Beispiel für die kurzen Wege: Wer beim Cappuccino in der Sky-Bar des Admiral-Kinos plötzlich keine Lust mehr auf einen Blockbuster verspürt, macht sich in Richtung Burg auf, die man von der Sky-Bar die ganze Zeit im Blick hat. Auf halber Strecke, am Laufer Schlagtor, liegt das kleine Kino Meisengeige, das sich auf ausgefallene Produktionen und Lesungen spezialisiert hat.
Wem der Sinn nach Schauspiel steht, der steigt an der U-Bahn-Haltestelle Opernhaus (Richard-Wagner-Platz) aus. Ob Konzert, Ballett oder Oper – mit dem hohen Niveau seines Staatstheaters ist Nürnberg ganz kosmopolitisch.
Quantitativ eher beschaulich, aber qualitativ nicht minder hochwertig ist das kleine Gostner Hoftheater (Austraße 70), auf dessen Bühne sich Kabarett und Theater wohlfühlen, während im Keller Jazz Sessions und die Comedy Lounge harmonieren. Wer schon mal in der Gegend ist, sollte gleich auf Erkundungstour gehen. Der Stadtteil Gostenhof überrascht mit ausgefallenen Läden, zum Beispiel in der Kernstraße, von der aus es nach dem Stöbern nicht weit ist zu den sympathischen Kneipen zwischen fränkischer Wirtschaft und moderner Bar.
Auch allen Sportbegeisterten hat Nürnberg viel Erstklassiges zu bieten: der „Club“ (1. FC Nürnberg) begeistert seine Fans im easyCredit-Stadion; gleich in der Nachbarschaft in der Arena (Kurt-Leucht-Weg 11) kann man die Nürnberger Ice Tigers beim Eishockey anfeuern.Wenn sich der Bamberger Basketballmeister für Topspiele ankündigt oder musikalische Großkaliber wie Fanta 4 auftreten, wird die Eisarena zur (Show-)Bühne. Die Nebenhalle bietet im Winter übrigens die Möglichkeit, selbst ein paar Runden auf Schlittschuhen zu drehen, am Wochenende sogar mit Musik und Lichtorgel.

Und wo tanzen die Nürnberger Studierenden ohne Kufen an den Füßen? Entweder dort, wo neue Musik oder aber neue Klamotten angesagt sind; im besten Fall kommen beide Komponenten nicht zu kurz, wie etwa im House-Club BA-Hotel (Bahnhofstraße 5) gegenüber dem Hauptbahnhof. Wer sich für Indierock-Bands zwischen Cham und Cambridge interessiert oder wer was mit den Begriffen Neo-Country, Nu Rave und Northern Soul anfangen kann, der schüttelt die Mähne bei Konzert- und DJ-Abenden im Künstlerhaus K4 (Königstraße 93).

Während hier der Türsteher nur das Eintrittsgeld kassiert, achten seine Berufskollegen vor dem „Stars and Stairs“ (Engelhardsgasse 33) darauf, dass sich nicht das Klientel der benachbarten Rotlichtbars in den angesagten Drei-Etagen-Club verläuft. Wer zwischen Rock, Charthits, Oldies und Latinorhythmen wählen will, der ist in der Klingenhofstraße gut aufgehoben, in der sich gleich vier Discotheken die Parkplätze teilen. Einstimmung auf den Abend bieten die Bars in der Inneren Laufer Gasse oder im Umkreis der Weißgerbergasse. Nur eins darf man bei diesem allzu leichten Zugang zur Ablenkung nicht vergessen: das Studieren.
Text: Martin Schano
Bilder: Katharina Flassak
Was ist wann los in Nürnberg ?
- Altstadtfest (Oktober)
- Chriskindlesmarkt (Dezember)
- Winterball der Uni in der Meistersingerhalle (Januar)
- Frühlingsfest (März)
- Die Blaue Nacht (Mai)
- Rock im Park (Juni)
- Norisringrennen (Juni)
- Klassik Open-Air (Juli und August)
- Bardentreffen (August)
- Nürnberger Opernball (September)

